Berufshaftpflichtversicherung
Berufshaftpflicht - für wen?
Für den Arbeitnehmer ist eine Berufshaftpflichtversicherung in der Regel kein Thema. Jedoch für Angehörige bestimmter Berufsgruppen. Ärzte, Anwälte, Versicherungsmakler, Ingenieure, Anlageberater, Architekten, Dolmetscher und Treuhänder können sich mittels einer Berufshaftpflichtversicherung gegen fachliche Fehler gemäß ihrem Aufgabengebereich absichern.
Unterschied Berufshaftpflicht - BetriebshaftpflichtDie Unterscheidung zwischen Berufshaftpflicht und Betriebshaftpflicht erschließt sich nicht jedem auf den ersten Blick. Die Betriebshaftpflicht ist für Ansprüche (Personen-, Sach- und Vermögensschäden) gedacht, die in normalem Ausmaß in einem Unternehmen vorkommen kann. |
Die Berufshaftpflicht deckt zusätzlich berufsspezifisches Schadenspotential ab. Ein Beispiel: Ein Rechtsanwalt steht seinem Mandanten gegenüber in der Haftung, weil er einen Prozess aufgrund eines eigenen Fehlers verloren hat. Hat dies für den Mandanten zur Folge, dass er aufgrund des Fehlers seines Anwaltes dem Prozessgegner mehr Geld zahlen muss, so haftet der Anwalt für diese Mehrkosten.
Versicherungspflicht bei der Berufshaftpflichtversicherung
Für einige Berufsgruppen ist die Berufshaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. In Deutschland ist dies beispielsweise für Rechtsanwälte der Fall. Diese muss während seiner gesamten beruflichen Tätigkeit bestehen und nachgewiesen werden können, andernfalls kann ihm sogar die Zulassung versagt bzw. entzogen werden. Nach dem EU-Recht besteht die Pflichtversicherung in der Berufshaftpflicht auch für Versicherungsmakler und Anlageberater.
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Ein anderer Begriff für die Berufshaftpflichtversicherung für Berufe, die beruflich die Vermögensinteressen anderer wahrnehmen, ist Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Sie ist für oben genannte Berufsgruppen gedacht, deren Aufgabenbereich in der Begutachtung, Prüfung, Verwaltung, Vollstreckung, Beratung etc. liegt. Sie deckt keine Personen- und Sachschäden ab, sondern ausschließlich Vermögensschäden, die durch berufliche Fehler, insbesondere der Verletzung der Sorgfaltspflicht, entstanden sind. Auch wehrt sie Haftpflichtansprüche ab, hat also eine passive Rechtsschutzfunktion inne.
Die Berufshaftpflichtversicherung ist ein Absicherung gegen Vermögensschäden
Die Berufshaftpflichtversicherung / Vermögensschadenversicherung ist für diese Berufsgruppen nicht nur interessant, sondern auch wichtig. Denn der Inhalt ihrer Arbeit ist oftmals mit nicht unerheblichen Vermögenssummen verbunden. Ein einfacher Fehler kann einen Rechtsanwalt, Gutachter oder Wirtschaftsprüfer schnell ruinieren, wird er von seinem Kunden / Mandanten haftbar gemacht.
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Ist eine Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll?
Doch nicht nur wenn das Vermögen eine große Rolle spielt kann eine Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll sein. Wer mit Menschen arbeitet und für diese die Verantwortung trägt, sollte sich gegen die eigenen Fehler absichern. Insbesondere für Pädagogen ist eine Berufshaftpflichtversicherung daher sinnvoll. Wird die Aufsichtspflicht verletzt und nimmt beispielsweise ein Kind im Chemie- oder Sportunterricht körperlichen Schaden, so ist der verantwortliche Lehrer haftbar. Sofern ihm eine grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Führt der entstandene Schaden zu Tod oder Invalidität, so kann dies einen Lehrer finanziell ruinieren – und einen Moment der Unachtsamkeit hat schwere Folgen.
Kosten und Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung
Es ist denkbar einfach und auch günstig, sich abzusichern. So bieten viele Versicherer eine Kombination aus Privathaftpflicht und Berufshaftpflicht an, wobei die Zusatzoption Berufshaftpflicht nur wenige Euro pro Jahr an Beiträgen kostet.
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