Firmenrechtschutzversicherung
Früher wurde die Rechtsschutzversicherung in Deutschland eher belächelt und als kaum notwendig empfunden. Führt man sich jedoch einmal vor Augen, wie die Prozessflut in den letzten Jahren und Jahrzehnten zugenommen hat, so wird schnell klar, dass insbesondere im gewerblichen Bereich eine Rechtsschutzversicherung heute absolut notwendig ist.
Neben den Kosten für den Prozess selbst und die Einschaltung eines beziehungsweise mehrere Anwälte übernimmt die Firmenrechtsschutzversicherung übrigens auch die Kosten für die Beauftragung von Gutachtern beziehungsweise die Erstellung entsprechender Gutachten Bei der Firmenrechtsschutzversicherung ist es besonders wichtig, die Versicherungsbedingungen detailliert mit dem Versicherer auszuhandeln, da sich die Voraussetzungen und Anforderungen von Unternehmen zu Unternehmen deutlich unterscheiden. |
Eine gewerbliche Rechtsschutzversicherung, die nicht individuell auf das betreffende Unternehmen abgestimmt wurde, bietet in der Regel lediglich einen Basisschutz. Dieser besteht meist aus den Posten Arbeitsrechtschutz, Verwaltungsrechtsschutz, Strafrechtsschutz, Datenrechtsschutz sowie ein Rechtsschutz bei Ordnungswidrigkeiten. Auch Rechtsstreitigkeiten, die sich durch Patente ergeben, sind teilweise im Basisschutz enthalten. Für die meisten Unternehmen reicht jedoch dieser Basisschutz in kleinster Weise aus. So hat beispielsweise ein Unternehmen, das Software produziert, voraussichtlich viel öfter mit marken- beziehungsweise urheberrechtlichen Streitigkeiten zu kämpfen, als ein Hersteller von Schrauben. Diese individuellen Bedingungen sollten unbedingt im Versicherungsvertrag berücksichtigt werden.
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Beiträge für die Firmenrechtsschutzversicherung
Manche Unternehmer sind schockiert, wenn sie die Beitragshöhen einer Firmenrechtsschutzversicherung zum ersten Mal sehen. Es muss einem jedoch klar sein, dass es hier nicht um eine private Rechtsschutzversicherung geht, bei der die Gefahr eines teuren Prozesses um ein Vielfaches niedriger liegt, als bei einem voll im Wettbewerb stehenden Unternehmen. Zudem betragen die Streitwerte bei gewerblichen Rechtsstreitigkeiten oftmals mehrere 100.000 Euro, was die Anwalts- und Gerichtskosten exorbitant in die Höhe treibt. All dies führt dazu, dass die Beiträge für eine Firmenrechtsschutzversicherung sehr viel höher liegen, als bei einer privaten Rechtsschutzversicherung.
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Einzige Möglichkeit, die Beitragssätze etwas zu senken, bietet eine Selbstbeteiligung. Sie kann in Absprache mit dem Versicherer beim Firmenrechtsschutz in der Regel in jeder gewünschten Höhe festgelegt werden.
