Private Krankenversicherung (PKV)
Privat krankenversichert zu sein ist für bestimmte Lebens- und Einkommenssituationen attraktiv. Gerade Selbständige, Freiberufler und Besserverdienende entscheiden sich für die private Krankenversicherung. Denn die PKV bietet zumeist umfangreichere Leistungen an, bei gleichzeitig geringeren Beiträgen.
Doch nicht jeder kann sich bei privat versichern. Für Angestellte gilt eine Einkommensgrenze, das jährliche Bruttogehalt muss mindestens 48.600 € betragen. Wird diese Grenze unterschritten, so sind Angestellte in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Selbständige hingegen haben bereits ab dem Zeitpunkt der Existenzgründung die Möglichkeit, ihre Gesundheit in einer privaten Krankenversicherung zu versichern. |
Gesundheitsprüfung bei der PKV
Doch auch wenn man die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt ist das nicht Gleichzusetzen mit der Aufnahme in die private Krankenversicherung. Eine weitere Hürde ist die Gesundheitsprüfung des Versicherers. Das Alter, aktuelle und vergangene Krankheiten oder eventuelles Übergewicht etc. können Gründe dafür sein, dass einem den Zutritt zur PKV verwehrt wird. Gerade bei schwerwiegenderen Diagnosen wie Krebs, morbide Adipositas oder Bandscheibenprobleme ist es nahezu unmöglich, sich in einer privaten Krankenversicherung zu versichern. Hier ist dem Krankenversicherer das Risiko von hohen Kosten zu groß. Bei anderen Vorkrankheiten wie z.B. Rückenbeschwerden oder Übergewicht kann der Versicherer einen Aufschlag verlangen, oder bestimmte Behandlungen vom Versicherungsschutz ausschließen.
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Für wen ist die private Krankenversicherung günstig?
Generell kann man sagen, dass eine PKV aus wirtschaftlicher Sicht für Singles interessant ist, für die Durchschnittsfamilie jedoch eher weniger. Denn während bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Familie (Ehefrau, Kinder) kostenfrei mitversichert sind, ist das bei der privaten Krankenversicherung nicht der Fall.
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Vorteile der privaten Krankenversicherung (PKV)
In den letzten Jahren hat sich aber ein weiterer Vorteil für die PKV durchgesetzt. Die bevorzugte Behandlung beim Arzt oder im Krankenhaus. Nicht nur, dass man als privat Versicherter weniger Zeit im Wartezimmer verbringt und schneller einen Termin beim Facharzt erhält. Auch setzt sich immer mehr die Erkenntnis beim Versicherten durch, dass man als privat Versicherter eine optimale Behandlung erhält und nicht die, die für Kassen die wirtschaftlichste ist. So gehen heute gesetzliche Versicherte dazu über, eigenes Geld für Behandlungen zu zahlen, die in der privaten Krankenversicherung eine Selbstverständlichkeit darstellen. So ist es nicht wunderlich, dass das das Zwei-Klassen-System bei der Krankenversicherung in der Kritik steht.
