Riester-Rente

Das Instrument des Staates, um die zusätzliche private Altersversicherung von Angestellten zu fördern, ist die Riester-Rente. Sie wurde vom Gesetzgeber eingeführt, um das Senken des Rentenniveaus der gesetzlichen Rente auszugleichen. Der Versicherte wird in die Pflicht genommen und dazu animiert, selbst etwas für seine Altersvorsorge zu tun. Vorausgesetzt man gehört dem geförderten Personenkreis an, kann die Riester-Rente auch eine interessante Methode zur Altersvorsorge darstellen.

Wer kommt in den Genuss der Riester-Rente?

Generell ist die Riester-Rente für in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherte gedacht. Außerdem diejenigen, die in den landwirtschaftlichen Alterskassen Mitglied sind, ebenso Beamte, Wehr- und Zivildienstleistende. Außerdem haben Ehegatten, deren Partner die Riester-Förderung bekommen, ebenfalls einen Riestervertrag abschließen. Und erhalten die vollen Zulagen, auch ohne Eigenbetrag. So haben auch Selbständige Zugang zu der staatlich geförderten Riester-Rente, obwohl sie selbst eigentlich nicht zum geförderten Personenkreis gehören.

 

 

Höhe der Riester-Rente

Die Höhe der Riester-Rente ist nebst dem angesparten Kapital auch von der Höhe der staatlichen Zulagen abhängig. Ist die Idealkonstellation gegeben, kann diese Zulage im gesamten Zeitraum bis zu 39.000 Euro betragen.

Auszahlung der Riester-Rente

Die Auszahlung der Riester-Rente kann ausschließlich als lebenslange Zusatzrente erfolgen, der angesparte Betrag kann nicht als eine Summe ausgezahlt werden. Jedoch ist die Möglichkeit gegeben, sich bis zu 30% des zum Rentenbeginn angesparten Kapital als Einmalzahlung ausschütten zu lassen. Der Versicherte kann selbst wählen, zu welchem Zeitpunkt er in Rente gehen möchte, frühestens zur Vollendung des 60. Lebensjahres, spätestens zum 67. Jahr. Mit der Riester-Rente ist auch die Absicherung des Ehepartners gewährleistet, tritt der Tod während der Rente oder auch vor Rentenbeginn ein. Ohne Abzüge können die Ansprüche auf den Ehepartner übertragen werden.

Auf Details achten!

Vor Abschluss eines Riester-Vertrages sollte auf Details geachtet werden. Insbesondere die Höhe der garantierten Rente ist ein wichtiges Entscheidungskriterium. Ein wichtiger Punkt ist auch die Flexibilität bei der Beitragszahlung, also die Reduzierung der Beiträge bei eigener wirtschaftlicher Schieflage oder auch die Möglichkeit der Sonderzahlungen sollten möglich sein.

Varianten und Sicherheit bei der Riester-Rente

Die Anbieter für Riester-Rente haben in der Regel zwei Varianten im Angebot: eine konservative und eine rendite-/risikoträchtige. Die klassische Riester-Rente wartet mit einer garantierten Verzinsung auf, plus einer Gewinnbeteiligung. Möchte man sich die Chance auf eine hohe Rendite wahren, kann man sich für eine fondsgebundene Riester-Rente entscheiden. Doch auch hier muss man nicht alles auf eine Karte setzen. Dank der Beitragsgarantie sind alle Einzahlungen und Zulagen abgesichert.